Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum – eine ethische Standortbestimmung

Deadline: 31.03.2026

Im Rahmen der Tagung für Praktische Philosophie organisiert die AG Nachhaltigkeit der DGPhil und GAP ein Panel zum Thema Nachhaltigkeit:

Vor dem Hintergrund der globalen Herausforderungen, wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und sozialer Ungleichheit stellt sich verstärkt die Frage, ob das Aufrechterhaltung der bisherigen normativen Grundannahmen unseres Wirtschaftens noch zielführend ist. Insbesondere das Festhalten am Ziel des Wirtschaftswachstums lässt sich vor diesem Hintergrund zunehmend infrage stellen.

In Bezug auf die Frage, inwiefern wir Wirtschaftswachstum brauchen, abschaffen müssen oder partiell einschränken sollten, um nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen, werden sehr divergierende Argumente angeführt. Neben der Forderung nach Wachstumsverzicht (degrowth), gibt es Positionen, die sich dafür einsetzen, dass wir andere Maßstäbe, als das Wirtschaftswachstum in Form des Bruttoinlandsprodukts für menschliches und planetares Wohlergehen benötigen (post-growth) und solche, die dafür argumentieren, dass wir nach wie vor Wirtschaftswachstum zumindest partiell benötigen, um extreme Armut zu mindern und den emissionsarmen technologischen Fortschritt voranzutreiben.
Eine zentrale Bedeutung in der ethischen Positionierung, kommt dabei dem jeweils zugrunde gelegten Verständnis von Nachhaltigkeit zu. Ziel des Panels ist es, zu einer ethisch – philosophisch informierten und differenzierten Auseinandersetzung zu der Verhältnisbestimmung von „Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum“ beizutragen.
Unter anderem können Beiträge zu folgenden Fragen eingereicht werden:

  • Wie genau hängen Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit überhaupt zusammen?
  • Sollten wir Wirtschaftswachstum abschaffen oder einschränken, um nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen?
  • Benötigen wir einen System Change im Verständnis anderer ethischer Grundlagen unseres Wirtschaftens, um Nachhaltigkeit zu erreichen?
  • Beschränkt der Fokus auf das Wirtschaftswachstum die politische Handlungsfreiheit auf das kapitalistische Wirtschaftssystem?
  • Welche ethischen Argumente sprechen für degrowth, post-growth, bzw. partielles Wirtschaftswachstum im Nachhaltigkeitskontext?
  • Welche ethischen und praktischen Konsequenzen ergeben sich aus den jeweils zugrunde gelegten Positionen für die Gestaltung universitärer Strukturen?

Abstracts (max. 500 Wörter) zu thematisch passenden Beiträgen werden bis zum 31. März 2026 unter folgenden E-Mail-Adressen entgegengenommen annekatrin.meissner@uni-passau.de, da.lucas@web.de, karen.koch@unibas.ch.

Informationen

Beginn

24.09.2026

Ende

25.09.2026

Ort

Passau

Veranstalter

Universität Passau - XIII. Tagung für Praktische Philosophie

E-Mail Veranstalter

annekatrin.meissner@uni-passau.de, da.lucas@web.de, karen.koch@unibas.ch

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