Formen und Medien des Philosophierens – praefaktisch

Deadline: 30.12.2025

Der Philosophie-Blog praefaktisch lädt ein, Texte und Textideen zum neuen Schwerpunkt Formen und Medien des Philosophierens einzureichen.
Beiträge, Beitragsideen und Fragen zum Themenschwerpunkt können gerne bis zum 05.01.2026 an Jonas Ouass [Jonas.Ouass@hhu.de] gesendet werden.
Informationen zum Format von Blogbeiträgen finden sich im Leitfaden: https://praefaktisch.de/leitfaden/

Der Schwerpunkt Formen und Medien des Philosophierens:
Philosophie gilt als Disziplin des Denkens, des Fragens und Argumentierens und scheint damit zunächst unabhängig von den konkreten Medien und Formen, in denen sich das Philosophieren vollzieht. Zugleich ist das, was heute als Philosophieren gilt, enorm durch die Strukturen des akademischen Betriebs geprägt, der bestimmte Medien und Formen des Philosophierens privilegiert. Seminare, Vorträge und Konferenzen als mündliche Formen, vor allem aber bestimmte Formen niedergeschriebener Texte wie etwa Bücher, Papers, Essays und Rezensionen bilden den Rahmen. Aber warum eigentlich? Und warum scheinen gerade jene Textsorten das bevorzugte Medium der Philosophie zu sein?

Der Themenschwerpunkt fragt daher nach dem Verhältnis von Philosophie, Medium und Form und lädt Beiträge zu folgenden und verwandten Fragen ein:
– Welche Rolle spielen Medien und Formen für das philosophische Denken?
– Wie verändern unterschiedliche Medien und Formen – etwa verschiedene Textsorten (Essay, Abhandlung, Dialog, Brief, Quaestio …), verschiedene Gesprächsformen, aber auch Film, Podcast, Geschichte, Bild, Performance – nicht nur die Darstellung, sondern auch den Vollzug des Philosophierens?
– Was ist ein philosophischer Text? Was ein philosophisches Gespräch? Welche Gestaltungsspielräume und Grenzen ergeben sich aus bestimmten Medien und Formen für das Philosophieren?
– Von Interesse sind auch philosophiehistorische Perspektiven: Wie und mit welchen Auswirkungen vollzog sich philosophisches Denken in früheren Zeiten medial und formal? Lassen sich historische Medien und Formate für das heutige Philosophieren fruchtbar machen?

Ebenfalls eingeladen sind praxisorientierte Beiträge, die zeigen, wie sich mit ungewohnten Medien und Formen philosophieren lässt – etwa durch die Vorstellung konkreter Projekte, die dies versuchen, durch Analysen philosophischer Gehalte in ungewohnten Medien wie einem Film, einer Geschichte oder einem Kunstwerk oder durch kreative Beiträge, die mit ihrer eigenen Form experimentieren und in Gestalt z.B. eines Dialogs, eines Briefs oder einer Quaestio geschrieben sind.

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