In Zeiten der Demokratiegefährdung durch fossile und autoritäre Allianzen fragt die Auftakttagung der neuen Veranstaltungsreihe nach den Möglichkeiten nachhaltig demokratischer Lebensformen. Sie begreift Nachhaltigkeit im zweifachen Sinne: als ökologische und als demokratische Nachhaltigkeit. Statt tech-solutionistische Lösungen zu suchen, geht die Veranstaltungsreihe sowohl demokratietheoretisch als auch praxeologisch vor. Ausgelotet werden Denkformen einer nachhaltigen Demokratie – vom grünen Republikanismus bis zur Radikaldemokratie – ebenso wie Praxisformen und deren Potenziale, Risken und Grenzen. Ob Sorgende Städte, 15-Minuten-Städte, Degrowth und Gemeinwohlökonomie – das Wissen, wie man sich demokratisch nachhaltig organisieren kann, wird an vielen Orten bereits eingeübt, als reale Utopien. Mittels dieser Gegenwartsdiagnosen erkundet die Veranstaltungsreihe die Zukunftshorizonte demokratischer Gesellschaften. Mit Silke van Dyk, Jürgen Manemann, Anna Leuschner und Christian Leonhardt und stadtöffentlicher Abendveranstaltung in der Utopiastadt Wuppertal.
Die Tagung bildet den Auftakt für eine zirkulierende Veranstaltungsreihe, die die Transformations- und Demokratieforschung in NRW weiter vernetzen und öffentlich sichtbar machen soll. Die Tagung wird organisiert von Prof. Jule Govrin (BUW), Prof. Franziska Martinsen (Universität Duisburg-Essen) und Prof. Bernd Sommer (TU Dortmund). Sie ist eine Kooperation zwischen dem Arbeitsbereich Praktische Philosophie der BUW, dem Centre for Global Cooperation Research an der Universität Duisburg-Essen, dem Arbeitsbereich Umweltsoziologie der TU Dortmund dem Wuppertal-Institut an der BUW und dem Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit der BUW.
Mehr Infos unter: https://philosophie.uni-wuppertal.de/de/archiv/ansicht/auftakttagung-nachhaltig-demokratisch/