Dieser Workshop befasst sich mit Lehrformaten, die Studierende in Sozial- und Gesundheitsberufen bei der Entwicklung professioneller Haltungen unterstützen sollen. Die Ausbildung bestimmter Haltungen wie z.B. einfühlsames Verhalten und Akzeptanz von Diversität sind aus berufsethischer Sicht erstrebenswert. Um Studierende hierbei zu unterstützen, sind in vielen Studiengängen spezifische Lehrformate vorgesehen. Dazu gehören beispielsweise die Praxis-Reflexion über selbst erlebte Fälle, Ethik-Cafés oder die interprofessionelle Bearbeitung von Fallgeschichten. Diesen Formaten ist gemeinsam, dass sie nicht primär Wissen oder Fertigkeiten vermitteln, sondern an persönliche Erfahrungen und Einstellungen der Studierenden anknüpfen und dazu anregen, diese kritisch zu reflektieren.
Der Workshop soll einen Austausch über Erfahrungen mit solchen Lehrformaten ermöglichen, die sich auf die professionelle Haltung beziehen: Wie genau wird in den verschiedenen Formaten vorgegangen? Welche Erwartungen sind mit den Veranstaltungen verbunden? Welche Herausforderungen treten bei der Durchführung auf? Welche Anzeichen gibt es für die Wirkung der Lehrformate auf die Studierenden? Der Workshop soll zu der Weiterentwicklung der genannten Formate und ihrer Verbreitung beitragen.
Es werden folgende Formate vorgestellt:
- Praxisreflexion in der Hebammenwissenschaft (Anne Kasper, Hebammenwissenschaft, HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen)
- Ethik-Café – ein Weg ethischer (Fort-)Bildung (Michael Leupold, Soziale Arbeit, HAW Hamburg)
- Interprofessionelle Zusammenarbeit in Palliative Care (Anja Goral, Soziale Arbeit, Hochschule Hannover)
- Online-Lerneinheit zur Ausbildung einer rassismuskritischen Haltung (Niklas Ellerich-Groppe, Universitätsmedizin Oldenburg)
Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten bis 19.4.2026 an katzer.matthias@mh-hannover.de„>katzer.matthias@mh-hannover.de. Bitte beschreiben Sie kurz Ihr Interesse für den Workshop.
Die Veranstaltung wird von der DFG gefördert