Liebe und Erotik zwischen Leib, Gefühl und Situation

Beginn: 17.04.2026, 18:00 Uhr
Ende: 19.04.2026, 12:45 Uhr

Wonach suchen Menschen, wenn sie Liebe suchen? Wie lässt sich das aufregende Gefühl der Liebe im Alltag auf Dauer stellen? Hermann Schmitz hat dem Thema ein Buch gewidmet, das auch bei den Kennern seiner Philosophie mehr Interesse verdient hätte. Seine Neue Phänomenologie hat einen wichtigen Beitrag zum Verständnis des menschlichen Gefühlslebens geleistet, ohne es etwa auf Hormonausschüttung oder einen rein innerlichen Zustand zu reduzieren.
Im Unterschied zum thematischen Liebesbegriff, unter den allerlei Formen der Anteilnahme bezüglich einer Sache fallen (z.B. Naturliebe), geht es Schmitz um den persönlichen Liebesbegriff: das persönliche Bedürfnis, zu lieben und geliebt zu werden, wie man es in der Paar- und Gruppenliebe antrifft. Liebe soll dabei keineswegs auf ein aktuell spürbares Gefühl oder eine bestimmte leibliche Regung reduziert noch einseitig mit Lust und Unlust verbunden werden. Die Neue Phänomenologie widmet sich auch den erotischen Beziehungen zwischen Menschen, sogar an der Grenze zu extremen Fällen wie Sadismus und Masochismus.
Das Ziel der Tagung ist, eine vertiefte Besinnung auf die Phänomene der Liebe und Erotik anzuregen. Dabei sollen zur Erprobung phänomenologischer und anderer philosophischer Begrifflichkeiten Beispiele aus der Literatur, Musik und anderen Künsten berücksichtigt werden. Wir hoffen, an scheinbar vertrauten Phänomenen wie Liebe und Erotik neue Facetten und Details aufzudecken, um auch auf diesem Wege zu einem volleren Verständnis der menschlichen Wirklichkeit beizutragen.

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Universität Rostock

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