Seit der Antike bewegt sich die Philosophie innerhalb der Spannungsfelder von Esoterik und Exoterik, von Ein- und Ausschlüssen, Popularität und Elitismus, der Teilnahme an öffentlichen Diskursen und dem einsamen Nachdenken. Die Frage „Können und sollen alle philosophieren?“ adressiert in diesem Sinne ein metaphilosophisches Grundproblem, mit dem historisch auf verschiedenste Weisen umgegangen wurde und auch gegenwärtig noch wird: Was haben Philosophie als hochspezialisierte wissenschaftliche Disziplin und Philosophie als eine potenziell von allen Menschen mit Gewinn auszuübende Tätigkeit miteinander zu tun? Welche normativen Problematiken ergeben sich durch eine praktische Selbstverortung der Philosophie im sprichwörtlichen Elfenbeinturm? Welche Formen der Vereinfachung oder Popularisierung von Philosophie sind ihrerseits problematisch, welche sind zu begrüßen oder sogar zu fordern?
Die Vorträge auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Philosophie- und Ethikdidaktik widmen sich diesem metaphilosophischen Grundproblem und konkretisieren es im Hinblick auf den schulischen Philosophie- und Ethikunterricht. Schwerpunkte bilden dabei die Themen Inklusion sowie der Unterricht in der Sekundarstufe I. Die Podiumsdiskussion erweitert das thematische Spektrum, indem sie der Frage „Können und sollen alle philosophieren?“ im Bereich public philosophy nachgeht.
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Anmeldung bis zum 28.02. unter gped-jahrestagung.de.