Heimgesucht? Schmerz und Freude – bei C.S. Lewis und Jörg Splett

Beginn: 23.10.2026, 13:00 Uhr
Ende: 25.10.2026, 13:00 Uhr

Tagung:

Kaum eine Szene der Weltliteratur ist so voller Freude wie die „Heimsuchung“ Mariens. Dennoch ist für uns heute der Begriff Heimsuchung negativ belegt; als unerwarteter Eintritt eines Schicksalsschlages. Steht dahinter nur der allbekannte „negativity bias“? Oder treffen sich beide Lesarten von Heimsuchung vielleicht in der Erfahrung, dass wir in Freude wie Schmerz auf eine Weise daheim aufgesucht werden, die uns aufbrechen lässt, eine andere Heimat zu suchen? Eine Heimat, die alles, was wir hier Zuhause nennen, um eine ganze geheimnisvoll unendliche Herrlichkeit übersteigt?
So hat C.S. Lewis die Freude verstanden: „Ein ungestilltes Verlangen, das selbst begehrenswerter ist als jede Befriedigung.“ „News from a country we have never yet visited“ – und nach dem uns dann und wann eine so unstillbare Sehnsucht erfüllt, dass hier Fernweh und Heimweh eins werden.
Für den Offenbacher Religionsphilosoph Jörg Splett waren Schmerz wie Freude Lebensthemen, zu denen seine anthropotheologische Philosophie der Responsivität immer wieder erhellende Perspektiven beitragen konnte. Wenige haben ihn dabei so sehr inspiriert wie C.S. Lewis. Wir wollen mit Lewis wie Splett ins Gespräch kommen und fragen, welche denkerische, existenzielle und spirituelle Einladungen sich in Schmerz wie Freude verbergen und wie sie sich beantworten lassen. Dabei wird uns so manche Überraschung blühen. Denn das landläufige Verständnis von Freude und Schmerz lässt kaum vermuten, dass „Freude mehr Hingabe, mehr Mut als der Schmerz erfordert“ (Hofmannsthal) und dass es einen Schmerz geben könnte, der ersehnenswert ist – dann nämlich, wenn wir jemanden „leiden mögen“.

Informationen

Ort

Vinzenz Pallotti University, Pallottistraße 3, 56179 Vallendar

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