Forms of Knowledge in Wittgenstein
8. Wittgenstein-Forum der Internationalen Ludwig Wittgenstein Gesellschaft
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
14./15. Juli 2026
Valérie Aucouturier (Louvain), James Conant (Chicago), Fabian Goppelsröder (Karlsruhe), Jens Kertscher (Darmstadt), Gabriele M. Mras (Wien), Volker Munz (Klagenfurt), Gilad Nir (Potsdam), Genia Schön-baumsfeld (Southampton), Anne-Marie Søndergaard Christensen (Odense)
Wittgensteins Werk ist durchzogen von Untersuchungen zu den Formen und Gestalten menschlichen Wis-sens: das im sinnvollen Satz artikulierte propositionale Wissen von Tatsachen, das unartikuliert-unartikulierbare eingespielte know-how des Sprachspiels, das „Jetzt weiß ich’s!“ des Regelfolgenkönnens, das praktische Wissen, was ich will, beabsichtige und tue, das erstpersonale „Wissen, wie es ist“ der geleb-ten Erfahrung, das zweitpersonale Wissen von den seelischen Zuständen anderer, die unhintergehbaren Gewissheiten der Lebensform, die dem Zweifel entzogen sind: Wie diese Gestalten des Wissens sich kon-stitutiv voneinander unterscheiden und doch wechselseitig bedingen, ist das Thema des 8. Wittgenstein-Forums der Internationalen Ludwig Wittgenstein Gesellschaft. Wie verhalten sich die vielfältigen Sprach-spiele des Wissens zueinander, wie hängen sie miteinander zusammen? Wie werden verschiedene Gestal-ten des Wissens erworben und tradiert, worin manifestieren sie sich, wie können sie befragt, bezweifelt und weiterentwickelt werden? In welchem Rahmen und vor welchem Hintergrund genießen bestimmte von ihnen begriffliche Priorität? Die Vorträge des Forums verstehen sich als Beiträge zu einer übersichtlichen Darstellung der Grammatik des Wissens nach Wittgenstein.