Calls for Papers
(Zeitschriften, Bücher, etc.)

 

  • Zur Gründung der Open Access Zeitschrift »Critica – Zeitschrift für Philosophie und Kunsttheorie« ruft die Redaktion von Critica zur Einsendung von Beiträgen auf. Critica richtet sich an junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der Philosophie und Kunsttheorie. Interdisziplinäre Beiträge, die sich mit dem Verhältnis von Kunst und Philosophie auseinandersetzen sind willkommen. Genauere Informationen zu Konzept und Richtlinien erhalten Sie unter www.critica-zpk.net. Es werden ab sofort Beiträge entgegen genommen.
  • Zur Gründung des Journals "Juventas - Zeitschrift für junge Philosophie" werden Beiträge gesucht. "Juventas" bietet Philosophiestudenten ein Forum zur Veröffentlichung Ihrer Forschungsergebnisse in Form von kurzen Aufsätzen (etwa 4000 Wörter), die dem wissenschaftlichen Standard Rechnung tragen. Dabei gilt keine disziplinäre Einschränkung, solange ein klarer Bezug zur Philosophie besteht. Grundsätzlich ist jeder zur Einsendung berechtigt, der momentan an einer Hochschule im Fach Philosophie eingeschrieben ist oder sein Philosophiestudium vor nicht mehr als zwei Jahren abgeschlossen hat. Weitere Hinweise zur Einsendung und Manuskriptgestaltung finden Sie auf http://www.juventas.de.tc.
    Die Redaktion freut sich auf Ihre Beiträge.
  • Neue Open-Access-Fachzeitschrift für Philosophie: LOGOS - Freie Zeitschrift für wissenschaftliche Philosophie (http://fzwp.de) LOGOS nimmt ab sofort Beiträge entgegen. Genaue Informationen über das Konzept und die Auswahlkriterien finden Sie auf http://fzwp.de/index.php/logos/about/editorialPolicies und
    http://fzwp.de/index.php/logos/about/submissions.
  • Radio- und TV-Projekt PHILOSOPHISCHES-EXPERIMENT.com: In die Sendung werden Studenten/innen, Dozent/innen eingeladen, um in einer Stunde in ein Thema der Philosophie hinzuführen, mit dem sich die Gäste aktuell beschäftigen. Damit soll auch jungen Menschen eine Stimme gegeben werden, um Ihre sehr interessanten und wichtigen Auseinandersetzungen auf einer anderen Plattform zu präsentieren. Mit der Sendung ist auch das Ziel verknüpft, dem Ideal des Sokrates, die Philosophie am Marktplatz zu betreiben, nachzukommen. Deshalb richtet sich der Fokus der Sendung besonders auf die Relevanz für unsere Zeit. In der Sendung wird natürlich nicht nur gesprochen, sondern auch Musik gespielt, die dem Thema gemäß ausgewählt wird und den Zuhörern/innen die Möglichkeit geben soll, über das Gesagte nach-zudenken. Am Ende folgt noch eine Literaturangabe für Menschen, die sich noch näher mit dem Thema beschäftigen wollen. In der Nachproduktion werden alle Sendungen auf die Website des Philosophischen-EXPERIMENTs gestellt, wo sich alle Informationen/Fotos/Literatur usw. findet. Als Beispiel hier ein Link zur  Sendung mit dem Titel: Ist Chaos in Ordnung?: http://philosophisches-experiment.com/ist-chaos-in-ordnung/
    Ab Februar 2013 läuft das Philosophisches-EXPERIMENT auf TV. In der TV-Produktion wird mit einem Gast durch Freiburg spaziert und in einem Dialog das Thema zur Sendung erarbeitet. Ein wichtiger Punkt dabei ist, dass das Gespräch am Marktplatz in Freiburg mündet, indem die vorher im Dialog erarbeiteten Gedanken mit „normalen“ Menschen besprochen werden. Dabei will die Sendung, dem Ideal des Sokrates nacheifern und die Philosophie dort hin bringen, wo sie entstanden ist - am Marktplatz. Die erste Sendung wird über Paul Feyerabend sein. Seit März 2012 produziert Zlatko Valentic die Sendung in Freiburg im Breisgau bei Radio Dreyeckland. Für diese Produktion wird eine CD veröffentlicht, die von dem philosophischen Institut der Universität Freiburg unterstützt wird. Das ganze Konzept des Philosophischen-EXPERIMENTs läuft darauf hinaus, mit jungen Denkern/innen in einen Dialog zu treten, um neue Wege und Ansätze für die Probleme unserer Zeit aufzuzeigen. Wege, die noch nicht be-fangen sind von der Erfahrung des Lebens und gerade dadurch in der Lage sind, die Zukunft in einem neuen Licht darzustellen und zu gestalten.
  • Nach Deadlines geordnet:


    2013

  • Call for Papers: Suhrkamp-Band »Experimentelle Philosophie«. Für einen Suhrkamp-Band mit dem Arbeitstitel »Experimentelle Philosophie« laden wir zur Einreichung von deutschsprachigen Aufsätzen zum Thema ein. Bis zu vier dieser Einreichungen werden in den Band aufgenommen. Der Schwerpunkt des Bandes soll auf den methodischen Implikationen der Experimentellen Philosophie für die traditionelle Philosophie liegen, es sind aber auch Beiträge sehr willkommen, die sich auf eigene experimentelle Untersuchungen stützen. Die verlängerte Deadline für Einsendungen ist der 6. März 2013. Da alle Einreichungen doppelblind begutachtet werden, sind die folgenden Dokumente unter genauer Berücksichtigung aller Angaben einzureichen (eine Begutachtung des Beitrags kann sonst nicht garantiert werden):
    1.)  Ein separates Deckblatt mit folgenden Angaben: Name des Autors, Titel des Aufsatzes, Abstract (max. 200 Wörter), institutionelle Zugehörigkeit und Kontaktinformationen.
    2.)  Ein Dokument mit dem eigentlichen Aufsatz (max. 6000 Wörter, inklusive Fußnoten), aus dem alle Angaben entfernt sind, die einen Rückschluss auf die AutorIn erlauben (auch aus den Metainformationen der Datei!).
    Die Dokumente sind als E-Mail-Anhänge (Word- oder PDF-Format) an folgende Adresse zu schicken: suhrkamp-x-phi@uni-koeln.de. Bei Fragen zum Call for Papers wenden Sie sich bitte an Joachim Horvath (joachim.horvath@uni-koeln.de) oder Jens Kipper (jens.kipper@uni-koeln.de). - Die Herausgeber,
    Thomas Grundmann, Joachim Horvath und Jens Kipper (Universität zu Köln)
  • Wissenschaftliche Aufsätze für die Zeitschrift »Pop. Kultur und
    Kritik«
    (transcript). Zum wichtigsten wissenschaftlichen Ziel der Zeitschrift »Pop. Kultur und Kritik« gehört es, mit paradigmatischen Analysen und Überblicksartikeln den Stand der gegenwärtigen Pop-Forschung sowohl zu beleuchten als auch voranzubringen. Mit dem Konzept »Pop« soll es innerhalb der Zeitschrift in die Bereiche von Popmusik und Hollywoodkino ebenso hineingehen wie in die Bereiche von Marketing und Werbung, Wahlkämpfen und Meinungsumfragen, TV-Serials und Illustrierten, Fantreffen und Internetblogs, Mode und Alltagsdesign, Spektakel und Event, DIY und Kulturindustrie. Gefragt sind dabei unterschiedliche Disziplinen – vor allem die Literatur-, Medien und Kulturwissenschaften sowie die Soziologie –, aber auch
    fachübergreifende Ansätze. Im zweiten Heft der Zeitschrift, die seit September 2012 halbjährlich im Transcript Verlag erscheint und von der DFG gefördert wird, gibt es darum z.B. Artikel zur Pop-Ökonomie, zum Pop-Dandy und zu Soundfiles (Link zur Ankündigung des zweiten Hefts: http://www.transcript-verlag.de/ts2299/ts2299.php). Neben der Printausgabe der Zeitschrift wird über eine Internetseite eine eigene Plattform für die Publikation fachwissenschaftlicher Beiträge zur Verfügung gestellt: http://www.pop-zeitschrift.de/. Diese elektronische Ressource ist nicht als Ergänzung, sondern als ein der Zeitschrift gleichwertiges Medium zum Austausch über Pop-Phänomene zu verstehen. Die fachkundige Betreuung und regelmäßige Aktualisierung ist durch eine eigene Online-Redaktion sichergestellt. Die Herausgeber/innen bitten um Themenvorschläge: Abstracts (2.000-3.000 Zeichen), die neben einer kurzen inhaltlich-argumentativen Skizze die zentralen Thesen des einzureichenden Beitrags wie auch Hinweise zum Forschungsstand enthalten. Auf Grundlage des Abstracts wird von den Herausgebern entschieden, ob der Beitrag (30.000-40.000 Zeichen) angefordert wird. Über die Veröffentlichung des Beitrags auf der Internetseite oder in der Printausgabe entscheidet ebenfalls das Herausgebergremium. Aufsätze, die in der Zeitschrift erscheinen, müssen zudem erfolgreich ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen haben, das von der Zeitschrift organisiert wird. Die Publikationssprachen sind Deutsch und Englisch. Schicken Sie uns Ihr Abstract bitte bis zum 30. März 2013. Einsendungen als PDF-Datei sind zu richten an Marcel Wrzesinski, E-Mail-Anschrift: pop-abstracts@gmx.de
  • Journal Philosophy and Society - CfP: The Dialectic of Aesthetics and Politics in Hegel’s Philosophy. Deadline: 15.03.2013
    The Journal Philosophy and Society, published by the Institute for Philosophy and Social Theory of the University in Belgrade, Serbia since 1987, is a peer-reviewed journal in philosophy, social sciences and the humanities. Aside from its general interdisciplinary approach to humanities and social sciences, Philosophy and Society distinguishes itself through its dedication to the practical aspects of contemporary philosophy and social theory – covering a wide array of topics, from the most basic theoretical questions, through religious and popular culture studies, to bioethics and ecofeminism.
    All selected articles are subject to double-blind selection by at least two reviewers. Only previously unpublished works are considered. Submitted articles can be in Serbian, or in one of the major academic languages. The journal also accepts reviews of new scientific publications, as well as announcements regarding current research in the humanities and social sciences.Papers must have fewer than 60.000 characters, accompanied by a 100-250 word abstract with up to 10 key words, and prepared for blind review. For further inquiry please consult the instructions for authors before submitting an article or a book review (http://instifdt.bg.ac.rs/journal.html).
    Articles should be sent to redakcijaFID@instifdt.bg.ac.rs.
    CfP: The Dialectic of Aesthetics and Politics in Hegel’s Philosophy
    In ways manifold and fertile, Hegel offered a number of insights that place his philosophy's aesthetic and political terms in (dialectical) relation. Topics include, but are not limited to, the following areas of Hegel's philosophy of art and politics: The dialectical dynamic of tragedy and the tragic dynamic of the dialectic. Art as a historical phenomenon and its role within the ethos of the state. The politics of the world epic: Hegel's vision of America. Aesthetic considerations of the meaning and (future) role of the New World, as well as the eros belonging to it and the dialectic of the sensuous (Sinnlichkeit).
    Critique of Romantic politics (Novalis, Müller…). The ethic-political influence of music (the problematic legacy of Plato's philosophy). The differentiation of the modern from the ancient state as a work of art (Kunstwerk). The role of comedy in in rationalizing life and constructing a system of norms. Its articulation of subjectivity independently of legal-political institutions. The cultural political perspective of Hegel's state.
  • 360° DAS STUDENTISCHE JOURNAL FÜR POLITIK UND GESELLSCHAFT
    Die Redaktion bittet bis zum 1. Mai um Einsendungen zum Thema "Glauben//Wissen". Der Call for Papers richtet sich dabei explizit an Studierende oder frisch Graduierte. Einsendungen von Promovierenden werden - nach Absprache mit der Redaktion - ebenfalls entgegen genommen. 360° ist ein interdisziplinäres Journal, das sich mit wechselnden Themen aus dem Spektrum der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften auseinandersetzt. Getragen wird es von der ausschließlich ehrenamtlichen Initiative von Studierenden. 360° ist unabhängig von einzelnen Standorten oder Institutionen und wird bundesweit in hoher Auflage vertrieben. Weitere Informationen finden Sie unter www.journal360.de. Nachfragen können Sie an chefredaktion@journal360.de richten.

  • Call for Papers für Hans Friesen, Andreas Linsa, Karsten Weber (Hrsg.): Medizin. Ethik. Technik. Normative Spannungsfelder moderner Medizin im Kontext einer zunehmenden Technisierung (Arbeitstitel). München: Karl Alber, erscheint voraussichtlich 2014.
    Die Herausgeber des geplanten Sammelbandes haben im Wintersemester 2012/13 eine Ringvorlesung durchgeführt, deren Beiträge die normativen Spannungsfelder medizinischen Handelns im Kontext einer zunehmenden Technisierung beleuchten sollten. Dabei stand im Vordergrund, dass der Einsatz von Technik sowohl das medizinische Handeln als auch das Nachdenken über normative Grundlagen und Anforderungen an das Handeln der in der Gesundheitsversorgung professionell tätigen Personen beeinflusst und verändert. Anknüpfend an diese Ringvorlesung ist nun geplant, einen thematisch entsprechend ausgerichteten Sammelband herauszugeben, der hochwertige Beiträge zum Spannungsfeld von Medizin, Ethik und Technik bündeln soll. Mögliche Themen sind: Sterbehilfe im Zeichen moderner Apparatemedizin; technisch gestützte Lebenserhaltung und Kriterien der Todesbestimmung; Organspende und Organtransplantation; Veränderungen des Arzt-Patienten-Verhältnisses durch technische Vermittlung; Informed Consent in Zeiten ubiquitär verfügbarer Informationen; Technisch unterstützte Pflege- und Gesundheitsversorgung; (Technisches) Enhancement; die Rolle der Technik aus medizinhistorischer Perspektive; etc.
    Die genannten Themen sind nicht erschöpfend; falls Sie einen Beitrag einreichen wollen, der sich einem nicht aufgeführten Thema widmen soll, nehmen Sie bitte Kontakt mit den Herausgebern (siehe unten) auf. Es wird ein zweistufiges Auswahlverfahren genutzt, um eine Auswahl unter den eingereichten Beiträgen zu treffen. Zunächst fordern wir interessierte Autorinnen und Autoren auf, einen Extended Abstract von nicht mehr als 2000 Wörtern Länge (inklusive Quellen) einzureichen. Auf Grundlage der Abstracts wird entschieden, welche Beiträge in den Sammelband aufgenommen werden. Einreichungen dürfen bisher noch nicht veröffentlicht worden sein oder sich in einem anderen Begutachtungsverfahren befinden. Die endgültigen Beiträge mit einer Länge von insgesamt nicht mehr als 60.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) werden dann einer Begutachtung unterworfen.
    Der zeitliche Ablauf gliedert sich wie folgt:
    Bis 31.07.2013: Abgabe der Extended Abstracts.
    Bis 31.08.2013: Entscheidung über Annahme oder Ablehnung des Abstracts.
    Bis 31.12.2013: Abgabe des kompletten Beitrags.
    Bis 31.03.2014: Begutachtung und Rückmeldung.
    Bis 31.05.2014: Überarbeitung der Beiträge und Einreichung der druckfertigen Beiträge.
    Bis Herbst 2014: Erscheinen des Sammelbandes.
    Für Einreichungen und Anfragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an Prof. Dr. Karsten Weber, Lehrstuhl Allgemeine Technikwissenschaften, Brandenburgische Technische Universität Cottbus (Karsten.Weber@tu-cottbus.de).

  • Call for Abstracts: Bildlichkeit im Zeitalter der Modellierung. Operative Artefakte in Entwurfsprozessen der Architektur und des Ingenieurwesens. Die Wende zum Einsatz digitaler Werkzeuge in Entwurfsprozessen scheint von einem Paradox geprägt: Der Siegeszug des Modells ist zugleich ein Siegeszug des Bildes, werden doch die digitalen Modelle größtenteils über Bilder erschlossen. Das Ziel des Publikationsvorhabens ist es, dieses Phänomen genauer zu beschreiben, seine Voraussetzungen aufzudecken und seinen Konsequenzen nachzuspüren. Gegenstand der Betrachtung sollen insbesondere Fallbeispiele aus der Architektur, aber auch anderer Bereiche, wie des Ingenieurwesens sein. Wir bitten um die Einsendung eines ausführlichen Abstracts (5000-600 Zeichen, inkl. Leerzeichen) und eines kurzen Lebenslaufs mit Publikationsverzeichnis bis zum 15. Oktober 2012 an die beiden Herausgeberinnen. Für Mai 2013 ist ein Workshop aller Autorinnen und Autoren in Basel geplant, auf dem die Beiträge gemeinsam diskutiert werden. Die Forschungsbeiträge mit einer Gesamtlänge von 40000 bis 50000 Zeichen (inkl. Leerzeichen und Literaturangaben) werden in einer Buchpublikation, voraussichtlich 2014 im Fink Verlag, erscheinen.
    Zeitplan
    15.10.2012    Einreichung der ausführlichen Abstracts
    15.11.2012    Benachrichtigung über die Auswahl
    15.04.2013    Einreichung der Erstfassungen, die im Kreis der Beitragenden vorab zirkuliert werden
    Mai 2013    Workshop der Autorinnen und Autoren
    30.06.2013    Feedback an die Beitragenden durch die Herausgeberinnen
    30.09.2013    Einreichung der Endfassungen
    Konzeption: Dr. Sabine Ammon, sabine.ammon@unibas.ch; Dr. Inge Hinterwaldner, inge.hinterwaldner@unibas.ch; eikones NFS Bildkritik, Universität Basel in Kooperation mit dem Netzwerk Architekturwissenschaft.
  • Das Andere der Ordnung. Theorien des Exzeptionellen. Call for papers für Heft 2/2013 des Behemoth. A Journal on Civilisation. Herausgeber: Ulrich Bröckling, Christian Dries, Matthias Leanza, Tobias Schlechtriemen
    Fragen nach Möglichkeit, Gestalt und Wandel sozialer Ordnung stehen im Zentrum sozial- und kulturwissenschaftlicher Forschung. So unterschiedlich die theoretischen Perspektiven und die empirischen Befunde sein mögen – ihnen liegen stets bestimmte Ordnungsvorstellungen zugrunde: Ob primär Klassen und Kapitalsorten, Funktionssysteme und Organisationen, Netzwerke und Interaktionssituationen, Lebenslaufregime und Subjektivierungsweisen, Technik und Kommunikationsmedien oder Epistemen und Diskurse betrachtet werden, ändert nichts an diesem grundsätzlichen Bezug auf Ordnung. Es sind wiederholbare Schemata, die vorrangig interessieren. Muster und Regelmäßigkeiten sollen herausgearbeitet werden, eignen sie sich doch besonders gut für eine wissenschaftliche Rekonstruktion. Ein Großteil der Theoriedebatten in den Sozial- und Kulturwissenschaften ist daher mit der Explikation und der Bewertung von Ordnungskonzeptionen befasst; komplementär dazu suchen empirische Studien Genese und Form sozialer Ordnungen am konkreten Fall nachzuzeichnen. Das Soziale erscheint so als ein vielschichtiger Ordnungszusammenhang, den die Sozial- und Kulturwissenschaften rekonstruieren können.
    Das ist aber nur die eine Seite. Ordnungskonzeptionen gehen stets mit spezifischen Vorstellungen von Nicht-Ordnung einher. Was Ordnung ist, lässt sich nur in Abgrenzung von ihrem Gegenteil bestimmen. Das geplante Themenheft interessiert sich für dieses Andere der Ordnung, für das Irreguläre und das Außerordentliche, das Ereignishafte und das Inkommensurable. Hierbei sollen weniger empirische Figuren oder Idealtypen des Exzeptionellen als vielmehr Theorien des Anderen der Ordnung gesichtet und diskutiert werden. In einer theoretischen Suchbewegung ist der Frage nachzugehen, wie die andere Seite der Ordnung gedacht werden kann. Der Fokus liegt dabei auf dem Verhältnis, in dem Ordnung und Nicht-Ordnung zueinander stehen. Handelt es sich um ein Nullsummenspiel, ein wechselseitiges Steigerungsverhältnis oder um einen dialektischen Prozess? Muss von einer Opposition ausgegangen werden, oder lässt sich die Verschränkung der Ordnung mit ihrem Anderen komplexer denken? Gibt es Theorieoptionen jenseits der Alternative, entweder die anomischen Zonen sozialer Gefüge – die Unordnung in der Ordnung – zu identifizieren oder die verborgenen Regeln und Regelmäßigkeiten anomischer Zustände – die Ordnung in der Unordnung – aufzuspüren? Welche Bedeutung kommt der rhetorischen Verfasstheit und affektiven Aufladung der Theorien des Exzeptionellen zu? Welche Metaphern und narrativen Strategien setzen sie ein, um ihre Argumente zu veranschaulichen? Wie dirigieren umgekehrt die Anschauungsbilder und Darstellungsweisen den theoretischen Blick? Mit welchen Affekten, mit welchem intellektuellen Gestus – etwa mit nietzscheanischem »Pathos der Distanz« oder Adornos Beschwörung des Nichtidentischen – werden die theoretischen Zugänge zum Anderen der Ordnung besetzt bzw. vorgetragen? Auf welche Ordnungserfahrungen antworten welche Modelle des Außerordentlichen? Welche Hoffnungen knüpfen sich an sie, welche Ängste mobilisieren sie?
    Die großen Theorietraditionen der Soziologie und Sozialphilosophie geben auf diese Fragen unterschiedliche Antworten. Um einige zu nennen: Sie situieren das Andere der Ordnung im Spannungsfeld von Normalem und Pathologischem (Durkheim, Canguilhem), von Regel und Ausnahme (Schmitt, Agamben), oder Eindeutigkeit und Ambivalenz, Differenz und Indifferenz (Bauman). Sie dynamisieren es in dialektischen Teleologien (Hegel, Marx), die Exzeptionelles in permanenten Vermittlungs- und Syntheseprozessen auf einer höheren Entwicklungsebene integrieren oder das Andere gerade über seine Nichtintegrierbarkeit definieren (Adorno). Sie verbannen es ins unerreichbare Außen sozialer Systeme (Luhmann) oder konzipieren es kommunikationstheoretisch als Rauschen der Kanäle (Shannon, Serres). Sie entwerfen Theorien eines immer wieder neu anfangenden Individuums (Arendt) oder eines Subjekts als »Eigner« in radikalem Gegensatz zur Gesellschaft (Stirner). Um das Andere der Ordnung kreisen auch die Theorien des Bruchs (Blanchot), der Überschreitung (Bataille, Foucault), der Nichtabschließbarkeit (Derrida, Laclau, Butler), rhizomatischer Mannigfaltigkeiten (Deleuze/Guattari), des Singulären (Nancy), des Ereignisses (Badiou), der Unterbrechung (Rancière) oder des Magma (Castoriadis), schließlich die Konzeptionen des Messianischen (Benjamin, Derrida) oder der ethischen Alterität (Levinas).
    Die Beiträge des Themenhefts sollen unterschiedliche Theoriefiguren des Anderen der Ordnung vorstellen und diskutieren. Erwünscht sind gleichermaßen historische und systematische Zugänge, Einzelrekonstruktionen und komparative Analysen. Von besonderem Interesse sind ferner Beiträge zu den  theoretischen Schreibweisen des Exzeptionellen, scheint dieses sich doch gängigen wissenschaftlichen Präsentationsformen zu entziehen.
    Die Herausgeber bitten in einem ersten Schritt um die Einsendung kurzer Abstracts (ca. ½ Seite) bis zum 01.02.2013 an ulrich.broeckling@soziologie.uni-freiburg.de. Die Rückmeldungen erfolgen zeitnah. Wer aufgefordert wird, einen Beitrag einzureichen, wird gebeten, diesen unter Verwendung des Behemoth-Style-sheets (http://www.behemoth-journal.de/style-sheet/) bis zum 01.06.2013 an die oben genannte Mailadresse zu senden. Der Begutachtungsprozess (externe Begutachtung im Peer Review-Verfahren) und abschließende Überarbeitung sollen Ende August erfolgen. Die Veröffentlichung ist für Oktober 2013 geplant.
    Allgemeine Informationen zur Zeitschrift finden sich unter: http://www.behemoth-journal.de.
  • Preis der Sartre-Gesellschaft e.V. 2013: Anlässlich des 20. Jahrestages ihres Bestehens wird die Sartre-Gesellschaft e.V. im kommenden Jahr einen Sonderband herausbringen, der die Vielfalt des Denkens und Wirkens Jean-Paul Sartres in Philosophie, Politik, Psychologie, Literatur und in den Kulturwissenschaften herausstellt. Willkommen sind alle Beiträge, die sich mit einem Aspekt aus dem umfangreichen Themenspektrum Sartres befassen.
    Eine unabhängige Kommission wird für die Publikation eine Auswahl aus den eingesandten Beiträgen treffen. Der beste Beitrag erhält einen Preis von 500 Euro bzw. – wahlweise – ein Wochenende in Paris in vergleichbarer Preislage (einschließl. Flug/Zug und Hotel in der Nähe von Sartres Saint-Germain-des-Prés und einem Treffen mit einem international bekannten Sartre-Experten).
    Beiträge können sich auf folgende (oder andere) Themengebiete beziehen:
    1) Sartres Existentialismus; 2) Ethik; 3) Kulturkritik und Politik; 4) Kunst und Ästhetik; 5) Religionskritik; 6) Seine Bezugnahme auf andere Denker (Rezeption/Kritik/Dialog); 7) Bezugnahme anderer Denker auf ihn (Rezeption/Kritik/Dialog). Die Einsendefrist für alle Beiträge ist der 15. April 2013. Die Artikel sollten 35 000 Zeichen (einschließl. Leerzeichen) nicht überschreiten. Es werden nur vollständige Artikel (keine Abstracts) angenommen, die den Formatierungsvorgaben in den Richtlinien entsprechen.
    Beiträge können auf Deutsch, Französisch oder Englisch verfasst sein.
    Die Autoren werden gebeten, ihrem Beitrag eine Kurzbiographie beizufügen.
     Ihre Artikel und Fragen senden Sie bitte an Manuela Hackel (manu@hackel.name). Sartre-Gesellschaft e.V. http://www.sartre-gesellschaft.de/
  • KANT YEARBOOK 6/2014: "KANT AND RATIONALISM"
    The KANT YEARBOOK is now accepting submissions for its sixth issue in 2014. The KANT YEARBOOK is an international journal that publishes articles on the philosophy of Immanuel Kant. It is the KANT YEARBOOK’s goal to intensify innovative research on Kant on the international scale. For that reason the KANT YEARBOOK prefers to publish articles in English, however articles in German will also be considered. Each issue is dedicated to a specific topic. The sixth issue’s topic is "KANT AND RATIONALISM".
    All papers discussing Kant’s relation to rationalism from a historical (e.g. Descartes, Leibniz, Spinoza, Wolff, Crusius etc.), systematic and/or contemporary perspective are welcome. The KANT YEARBOOK practices double-blind review, i.e. the reviewers are not aware of the identity of a manuscript’s author, and the author is not aware of the reviewers’ identity. Submitted manuscripts must be anonymous; that is the authors’ names and references to their work capable of identifying them are not to appear in the manuscript. Detailed instructions and author guidelines are available at http://kantyearbook.uni.lu/ (http://philosophie.uni.lu). For further information contact the editor or the publisher Walter de Gruyter, Berlin/New York (www.degruyter.com). Paper submissions should go to dietmar.heidemann@uni.lu; Deadline for submission is: August 15, 2013.
  • 2014

  • Call for Papers: »The Monist«: The History of Women's Ideas / Die Beiträge von Philosophinnen zur geistesgeschichtlichen Tradition (Deadline April 2014). Die Geschichte der westlichen Philosophie und die europäische Ideengeschichte im Allgemeinen sind bis heute fast ausschließlich eine Geschichte der Vorstellungen und Gedanken von Männern. Nur gelegentlich spielen Frauen als Gehilfinnen von oder Korrespondentinnen mit Männern eine Rolle. In letzter Zeit jedoch beginnen die Arbeiten von Philosophinnen, zum Beispiel der Pythagoräerinnen, Hypatias, Christine de Pizans, Anne Conway, von Lady Masham, Emilie du Châtelet, Harriett Taylor Mill oder  Edith Stein aus dem Schatten hervorzutreten. In der Ausgabe von »The Monist« soll diese Entwicklung durch Beiträge, die sich mit dem philosophischen Werk von Frauen beschäftigen, fortgeführt werden.
    Darüber hinaus sollen weitere Fragen angesprochen werden: Konstituieren die Arbeiten von Philosophinnen eine eigene Geistesgeschichte? Diese Frage zieht andere nach sich: Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um von einer eigenen geistesgeschichtlichen Tradition und nicht lediglich von sequenzhaften, eher unverbundenen Arbeiten von Frauen sprechen zu können? Verändert es unser Verständnis der Orientierungspunkte und Übergänge innerhalb der Geistesgeschichte, wenn Frauen als Akteure hinzugezogen werden? Die für den Inhalt verantwortlichen Herausgeberinnen, Prof. Dr. Ruth Hagengruber (Universität Paderborn) und Dr. Karen Green (Monash University)  erbeten Beiträge, die sich mit diesen oder anderen Themenschwerpunkten innerhalb der Geschichte der Philosophinnen auseinandersetzen. http://www.themonist.com/wp-content/uploads/2010/06/98-2CFP.html; nähere Auskünfte erhalten Sie unter: ruth.hagengruber@upb.de
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